Hilfe bei der Umsetzung „Konjunkturpaket“ mit MwSt Umstellung

Die MwSt Umstellung ist ein Kraftakt für Handel, Handwerk und Industrie und birgt seine Tücken.

Jörg Rehage IT-Consultant Geschäftsinhaber

Jörg Rehage IT-Consultant Geschäftsinhaber

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Zum 1.7.2020 sind in Deutschland alle MwSt Schlüssel in den IT Systemen der Unternehmen umzustellen. Für die meisten Unternehmen im Handel, Handwerk und  Industrie ist der Aufwand derzeit noch nicht abzuschätzen, da es sich um eine Stichtagsumstellung über alle Artikel mit Werthaltigkeit in einem Unternehmen handelt. Rohstoffe, Halbfertigwaren, Fertigwaren und Dienstleistungen müssen in allen IT Systemen umgestellt werden. Mit einer Neuanlage eines MwSt Schlüssel in dem führenden EDV System ist es jedoch nicht getan. Dieser neue MwSt Schlüssel ist in vielen EDV Systemen ein vorhandener alter Schlüssel, da es den MwSt Schlüssel mit 16% bereits bis Ende 2006 schon gab.  Ein neuer Schlüssel ist für alle vorhandenen Artikel einzeln und  neu zuzuweisen. Da diese jedoch nicht manuell bei 10.000 Artikeln (Einkauf, Verkauf, Hilfs- und Betriebsstoffen) vollzogen werden kann, müssen IT Dienstleister wie die F&M Consulting aus Duisburg diese Abläufe automatisieren und die Auswirkungen auf Lieferanten, sowie Kundensysteme mit elektronischer Anbindung, umprogrammieren oder koordinieren. 

Notwendig werden zudem weitere umfangreiche IT-Anpassungen. „Alle Warenwirtschafts- und Buchhaltungssysteme müssen umgestellt und die Steuersätze angepasst werden. Das ist angesichts des Starttermins 1. Juli für die Wirtschaft kaum zu schaffen“.

Zumal die MwSt Umstellung auch auf weitere externe Systeme eine Auswirkung hat. So werden Bestellungen , Rechnungen, Gutschriften und Rahmenabrufe im Handel und Industrie längst über EDI Systeme, also über einen elektronischen Datenaustausch rund um die Uhr vollzogen. Angebundene Kunden- und Lieferantensysteme werden zumal unterschiedliche IT Strategien bei den beiden Umstellungen verfolgen und für unkalkulierbare Überraschungen sorgen.

Je weiter die Digitalisierung in den Unternehmen Einzug gehalten hat, desto geringer ist der Umstellungsaufwand

So werden einige elektronische Bestellungen mit neuen Artikelnummern versehen, die die Zielsysteme erst mal nicht kennen und neu zuweisen müssen. In einigen Unternehmen werden somit mehrere IT Spezialisten für unterschiedliche Systeme benötigt, da diese Systeme mit den Jahren immer mehr dezentralisiert wurden.

Den Kosten für Programmierungen von Datenbanken, Schnittstellen sowie Belegeanpassungen werden wohl auch Aufwendungen für Beratungen der Umstellungskonzepte folgen.

Auch logistisch zum Stichtag 1.7.2020 und 1.1.2021 eine echte Herausforderung.

Dauerleistungen, Rahmenverträge (Abrufe von Bestellungen), Leasingverträge und  Energieverträge werden in den meisten Unternehmen bereits automatisch als wiederkehrende Buchung verbucht. Auch da heißt es Vorsicht bei der Umstellung. Erbrachte Teilleistungen oder Anzahlungen die über den Stichtag verlaufen, müssen später korrigiert werden, da nach deutschem Steuerrecht die MwSt erst nach erbrachter Leistung fällig wird und in diesem Fall zwei unterschiedliche Steuersätze hat.

Nicht jedes Warenwirtschaftssystem, ERP und Finanzbuchhaltungssystem stehen unter einem laufenden Support.

Viele produzierende Unternehmen haben oft auch Individualsoftware im Einsatz oder ältere Speziallösungen die nicht mehr unter einem regelmäßigen Support stehen.

Droht ein MwSt Chaos am 1.7.2020 wegen fehlender IT-Ressourcen ?

Wer sich frühzeitig um die Umstellung bemüht, wird zumindest ein Chaos abwenden können. Jedoch wird es bereits schwer sein einen IT-Spezialisten zu finden der diese Maßnahme in einer Generalverantwortung so kurzfristig umsetzt . Zumal die Umstellungen bei allen Unternehmen in Deutschland zu einem Stichtag gleichzeitig stattfindet.

Der Aufwand für diverse manuelle Vor- und Nacharbeiten wird wohl selbst bei vorhandener IT-Ressourcen weiterhin als Unsicherheitsfaktor im Unternehmen bleiben.

Autor:

Jörg Rehage IT-Consultant Geschäftsinhaber

F&M Consulting
Organisations- und Technologieberatung
für den Mittelstand

Tel.: +49(0)203/608499-10
eMail:    info@fundm.de
Internet:www.fundm.de

Die F&M Consulting ist ein Duisburger IT-Spezialist für Warenwirtschaft und ERP Systeme. Klienten werden im In- und Ausland vor Ort betreut. Der Duisburger IT-Spezialist aus dem Dellviertel ist bekannt für IT-Lösungen mit besonderen Herausforderungen und bietet dafür Beratung, Anpassungen und Programmierungen an.

Das Kerngeschäft der F&M Consulting ist die Beratung mittelständischer Fertigungsbetriebe, System neutrale IT-Beratung, Optimierung der Betriebsorganisation sowie der IT-Sicherheit. Die F&M Consulting ist sowohl ein Beratungsinstitut als auch ein Systemintegrator für Informationstechnologien von dem Maschinenpark über die Business Software bis hin zum Controlling.

Weitere Kernkompetenzen sind:

flexpo-Industrie
flexpo-Open Source
flexpo-Systemlösungen
IT-Outsourcing

Veröffentlicht am: 9. Juni 2020
Kategorie: Software