Vom Lieferanten zum Käufer: Die Customer Journey auf einer Supply Chain Finance Plattform

Wie Landgard, die NORD/LB und Traxpay Warenkreditversicherungen neu definieren und Resilienz & Transparenz durch konsequente Digitalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette fördern.

Die Erzeugergenossenschaft Landgard beliefert mit der eigenen Frischelogistik große Handelskunden - von der Baumarktkette bis hin zum Lebensmitteleinzelhandel. Dabei stellt die Genossenschaft zum einen die Absatzsicherheit für die Erzeuger sicher, zum anderen bildet Landgard ein zentrales Zugriffselement für hochqualitative Ware aus erster Hand. Im Frühjahr 2021 hat Landgard im Zuge der Ausweitung seiner Geschäftstätigkeit neue Vertriebs- und Beschaffungswege erschlossen. Doch die insbesondere in Krisenzeiten teilweise restriktivere Geschäftspolitik von Kreditversicherern erschwerte die Zusammenarbeit mit neuen Partnern und veranlasste Landgard schließlich dazu, Alternativen zu suchen. Stellt Supply Chain Financing hier eine Lösungsalternative dar?

Dabei war die erste Erfahrung für Landgard mit Supply Chain Finance der Erhalt einer Einladung zu einem Lieferkettenfinanzierungsprogramm. Wie es dazu kam, dass das Unternehmen den eigenen Lieferanten nun selbst verschiedene SCF-Programme anbietet, diskutierten im Traxpay Workshop auf dem Finanzsymposium Michael Maas, Head of Finance and Accounting bei Landgard, Katharina Reineke, Project Manager Supply Chain Finance bei NORD/LB, Nils Albers Director Sales, NORD/LB Firmenkunden und Jan Osenegg Head of Finance & Treasury. Im Fokus des von Kate Pohl moderierten Panels standen Ziele und Umsetzung bei der gemeinsamen Entwicklung neuartiger SCF-Produkte sowie die Zusammenarbeit mit der gemeinsamen Partnerbank, der NORD/LB.

„Wir als NORD/LB verstehen uns als strategischer Partner unserer Kunden, der Produkte modernisiert und digitalisiert – dafür ist Traxpay der perfekte Partner und wir sind schon seit einigen Jahren zusammen erfolgreich: Wir halten unsere Kooperation auf Augenhöhe, stehen nicht in Konkurrenz am Markt, sondern bringen beide unsere Stärken mit, um Kunden den optimalen Mehrwert zu bieten“, erklärt Katharina Reineke die Gründe für die Kooperation der Geschäftsbank mit dem Frankfurter Fintech.

„Wir sind als Lieferant auf der Plattform registriert und haben nach und nach die Vorteile und die Flexibilität schätzen gelernt. Als zu Beginn der Pandemie Lieferketten durch wegbrechende Warenkreditversicherungen-Limite und Warenknappheit gesichert werden mussten und wir gleichzeitig ein starkes Umsatzwachstum erwarteten, haben wir unseren Lieferanten das Frühzahlprogramm Dynamic Discounting angeboten. Dieses haben wir dann mit Digital Guarantees erweitert“, führt Michael Maas aus, als er erklärt, wie es zu der Zusammenarbeit mit Traxpay gekommen ist. „Typischerweise werden Kreditversicherungen vom Lieferanten für mindestens ein Jahr und für das gesamte Jahresumsatzvolumen abgeschlossen. Außerdem wird selten die Versicherungsleistung über 100% des ausgefallenen Forderungsbetrags geleistet. Der jeweilige Abnehmer hat dabei keinerlei Möglichkeit, aktiv Einfluss zu nehmen. Dagegen erfolgt die Beauftragung von Zahlungsgarantien durch uns. So erhalten wir die Möglichkeit, selbst die Initiative zu ergreifen und unseren Lieferanten eine Absicherung gegen Zahlungsrisiken zu von Landgard bestimmten attraktiven Konditionen anzubieten.“
Da bereits ein Großteil der Prozesse automatisiert und digitalisiert ist, war es das Ziel von Landgard und Traxpay, auch die Bereitstellung von Garantien zu automatisieren und zu digitalisieren. Um eine digitale Lösung zu finden, haben sie zusammen mit der NORD/LB eine bislang einmalige, innovative Lösung entwickelt: Ende 2021 startete Landgard mit Dynamic Discounting und schaffte mit der technischen Infrastruktur die Grundlage für die Bereitstellung der digitalen Garantien. Nur wenige Wochen nach dessen Start konnte Landgard im Q1 2022 bereits die digitalen Garantien ausrollen: „Das war eines der wenigen IT-Projekte, das sowohl im Budget als auch im Zeitplan lag“, ergänzt Maas.

Die NORD/LB stellt die Urkunde digital aus, diese wird dann über Traxpay dem Lieferanten zur Verfügung gestellt. Jan Osenegg erläutert: „Letztendlich haben wir das Rad nicht neu erfunden, sondern auf digitale Art und Weise neu interpretiert: Als Plattform stellt Traxpay die technischen
Lösungen bereit und kombiniert innovative Produkte mit einer menschlichen Komponente, und so die SCF-Programme durch die persönliche Ansprache aller Lieferanten, bestenfalls in der Landessprache, skalieren kann. Das geschieht unabhängig vom Finanzierungspartner und ist flexibel einsetzbar.“
Nils Albers schildert das Projekt aus der Bankenperspektive: „Wir sind begeistert von Landgards Customer Journey, weil wir Landgard entlang der gesamten Wertschöpfungskette zur Seite stehen konnten, agile Technologien mit „Oldschool“-Produkten kombiniert haben. Das war extrem spannend und zielführend, weil die Kooperation von allen Parteien gelebt wurde. Wir freuen uns ganz besonders, weil wir unserem Kunden nicht nur mit dem Garantierahmen, sondern auch mit anderen Produkten unterstützen.“ Reineke ergänzt: „Der Wunsch nach Digitalisierung wird bei den Firmenkunden immer häufiger geäußert und dank Traxpay können wir die Bedürfnisse über einen Partner und eine Plattform abbilden. Plattformen sind zudem erweiterbar, das lässt sich in viele Richtungen weiterdenken, auch wenn wir vom Thema Nachhaltigkeit und der Integration von ESG-Ratings sprechen.“

Gerade die Prozesse im Zusammenhang mit der Erstellung von Garantien sind papierlastig und mit großem manuellen Verwaltungsaufwand verbunden. Dazu sind sie noch sehr fehleranfällig. Hier digitale Verbesserungen zu erzielen, war Teil der Motivation bei diesem Projekt. Die Lösung von Landgard, Traxpay und der NORD/LB funktioniert ohne Papier und den üblichen Postversand und ist nicht nur digital und günstig, sondern auch fair und flexibel - insgesamt ein wichtiger Beitrag zu stabilen und resilienten Lieferketten.

Klicken Sie hier, um das Video zu sehen, in dem die Vorteile der Plattform zu sehen sind: https://www.traxpay.com/insights/traxpaytv-digital-guarantees/

Mehr Informationen lesen Sie hier: https://www.traxpay.com/ueber-uns/news/vom-lieferanten-zum-supplier-die-customer-journey-von-landgard-2/

Über Landgard:
Landgard mit Sitz in Straelen-Herongen gehört als nachhaltige, erfolgreich vermarktende Erzeugergenossenschaft zu 100 Prozent den Erzeuger*innen. Mit gut 3.000 Mitgliedsbetrieben ist Landgard eine der größten europäischen Vermarktungsorganisationen für Blumen und Pflanzen sowie Obst und Gemüse und erzielt einen jährlichen Umsatz von über 2 Milliarden Euro. In den Geschäftsbereichen und Tochtergesellschaften der Landgard-Gruppe sind rund 3.000 Mitarbeiter*innen beschäftigt. Landgard unterhält unter eigener Marke 32 Cash & Carry-Märkte inner- und außerhalb Deutschlands und beliefert mit der eigenen Frischelogistik große organisierte Handelskund*innen von Baumarktketten über den Lebensmitteleinzelhandel bis zum Discount, Gartenfachmärkte und den Fachhandel. Landgard betreibt die einzige Versteigerung für Topf- und Blühpflanzen sowie Schnittblumen in Deutschland.


Über die NORD/LB
Die NORD/LB Norddeutsche Landesbank gehört zu den führenden deutschen Geschäftsbanken. Als öffentlich-rechtliches Institut ist sie Teil der S-Finanzgruppe. Zu den Kerngeschäftsfeldern zählen Firmenkunden, Spezialfinanzierungen im Energie- und Infrastruktursektor sowie für Flugzeuge, die Finanzierung von Gewerbeimmobilien über die Deutsche Hypo, das Kapitalmarktgeschäft, das Verbundgeschäft mit den Sparkassen sowie Privat- und Geschäftskunden einschließlich Private Banking. Die Bank hat ihren Sitz in Hannover, Braunschweig und Magdeburg und verfügt über Niederlassungen in Bremen, Oldenburg, Hamburg, Schwerin, Düsseldorf und München. Außerhalb Deutschlands ist die NORD/LB mit einer Pfandbriefbank (NORD/LB Covered Bond Bank) in Luxemburg sowie mit Niederlassungen in London, New York und Singapur vertreten.

Veröffentlicht am: 2. Juni 2022