Wiedereröffnung der renovierten Teststrecken im Nardò Technical Center

Strategische Weiterentwicklung des Prüfgeländes für die Mobilität der Zukunft

Malte Radmann, Vorsitzender des Gesellschafterausschusses des Nardò Technical Center und Geschäftsführer von Porsche Engineering und Antonio Gratis, Geschäftsführer des Nardò Technical Center, bei der offiziellen Eröffnung der renovierten Strecken (v.l.n.

Malte Radmann, Vorsitzender des Gesellschafterausschusses des Nardò Technical Center und Geschäftsführer von Porsche Engineering und Antonio Gratis, Geschäftsführer des Nardò Technical Center, bei der offiziellen Eröffnung der renovierten Strecken (v.l.n.

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 Ein wichtiger Meilenstein im Zeichen der Fahrzeugerprobung von morgen: Die Renovierung des 12,6 Kilometer langen Hochgeschwindigkeits-Rundkurses und der Dynamikfläche des Nardò Technical Center in Apulien (Italien) ist erfolgreich abgeschlossen. Die offizielle Eröffnungsfeier der modernisierten Strecken des Testgeländes, das seit 2012 vom internationalen Ingenieurdienstleister Porsche Engineering Group GmbH, Weissach (Deutschland), betrieben wird, erfolgte am gestrigen Donnerstag in Anwesenheit von regionalen und lokalen Politikern sowie von Unternehmensvertretern.

Die Renovierungsarbeiten mit einer Investitionshöhe von 35 Millionen Euro dauerten sieben Monate und sind Teil der strategischen Entwicklung des Prüfgeländes. Sie verfolgt das Ziel, den Kunden jederzeit perfekte Testbedingungen für immer neue Fahrzeuggenerationen zu bieten. Neben der komplexen Asphaltierung der renommierten Rundstrecke wurde ein innovatives Schutzplankensystem installiert, das von Porsche Engineering speziell für die Hochgeschwindigkeits-Erprobung in Nardò entwickelt wurde. Zu den Arbeiten gehörte auch die komplette Renovierung der Fahrdynamik-Plattform mit einer Fläche von 106.000 Quadratmetern. 

„Mit der Modernisierung der Strecken schreitet die strategische Entwicklung des Nardò Technical Center weiter voran“, sagt Malte Radmann, Vorsitzender des Gesellschafterausschusses des Nardò Technical Center und Geschäftsführer von Porsche Engineering. „Dieses Testgelände ist schon immer einzigartig und nun mehr denn je Eckpfeiler der Porsche-Entwicklungsstrategie sowie der Fahrzeugerprobung in der gesamten Automobilindustrie.“ 

Die Weiterentwicklung des Standortes Nardò ist noch nicht abgeschlossen. „Ziel ist, dass unsere Kunden die Mobilität der Zukunft erproben können“, so Antonio Gratis, Geschäftsführer des Nardò Technical Center. Schon heute besteht die Möglichkeit, die aktuellen und zukünftigen Trends der Automobilentwicklung zu testen, zum Beispiel das Schnellladeverhalten von Elektrofahrzeugen, neueste Fahrerassistenzsysteme, vernetzte Dienste sowie autonomes Fahren. Gratis: „Für die Zukunft sind umfangreiche Erweiterungen und Erneuerungen geplant. Zudem möchten wir mit der Weiterentwicklung das Wachstum des gesamten lokalen Ökosystems fördern.“

Das Nardò Technical Center verfügt über mehr als 20 Teststrecken sowie Prüfeinrichtungen auf einer Fläche von über 700 Hektar, zählt 90 Automobilunternehmen zu seinen Kunden und beschäftigt mehr als 150 Mitarbeiter. Das Testzentrum wurde 1975 mit dem Bau des ikonischen Rundkurses gegründet und bietet umfangreiche Möglichkeiten zur Durchführung von Versuchen für jede denkbare Entwicklungsphase. Die weltweit einzigartige Hochgeschwindigkeits-Rundstrecke mit einer Länge von 12,6 Kilometern wurde erbaut, um Fahrzeuge unter extremen Bedingungen testen zu können und Entwicklungsprozesse effizienter zu gestalten. Im Laufe seiner Geschichte wurden im Nardò Technical Center Tests von erheblicher Bedeutung durchgeführt und zahlreiche Rekorde unterschiedlicher Automobilhersteller aufgestellt. Seit 2012 wird das Testgelände von der Porsche Engineering Group GmbH, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart, betrieben. Ingenieurdienstleistungen für externe Kunden sind Eckpfeiler der Identität und Teil des Markenkerns von Porsche. Die Öffentlichkeit erfährt jedoch nur wenig darüber. Die Produktstrategien und Markenidentitäten der Kunden unterliegen bei Porsche Engineering strengster Geheimhaltung.

Veröffentlicht am: 12. Juli 2019
Kategorie: Auto / Verkehr