Flamingo Lichtblattmikroskope bauen auf Bewegungssysteme von PI

Physik Instrumente unterstützt anspruchsvolles Mikroskopieprojekt am Morgridge Institute for Research.

Kompakt und modular: Die Bauweise des Flamingo Lichtblattmikroskops des Morgridge Institute for Research. Foto: Morgridge Institute for Research

Kompakt und modular: Die Bauweise des Flamingo Lichtblattmikroskops des Morgridge Institute for Research. Foto: Morgridge Institute for Research

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Physik Instrumente (PI) liefert Linear- und Rotationstische für das anspruchsvolle Flamingo-Lichtblattmikroskopie-Projekt des Forschungslabors von Prof. Jan Huisken am Morgridge Institute for Research in Madison, WI (Wisconsin). Die Tische werden zur Probenpositionierung und -bewegung im Mikroskop eingesetzt. Dr. Thomas Bocher, Leiter Segment Marketing Microscopy & Life Sciences bei PI, freut sich, dass PI eingeladen wurde, einer der Sponsoren dieses Projekts zu werden: „Der Einsatz unserer Präzisionsantriebe im Flamingo-Projekt ist ein weiterer Beweis für ihre hohe Akzeptanz selbst bei den anspruchsvollsten Mikroskopieanwendungen“. Ausschlaggebende Faktoren sind die kompakte Bauweise, Zuverlässigkeit, hohe Präzision und Geschwindigkeit der Antriebsmodule.

„Unser Ziel ist es die High-End-Lichtmikroskopie zu demokratisieren indem wir diese kostenlos zu den Universitäten und Labors bringen“, erklärt Professor Jan Huisken, Miterfinder der Lichtblattmikroskopie und Direktor der Abteilung Medizintechnik am Morgridge Institute for Research. Das von mehreren Sponsoren unterstützte Projekt stellt die Idee der zentralen Forschungseinrichtungen auf den Kopf und macht das Reisen mit empfindlichen Proben überflüssig.

Zwei komplette Systeme wurden bislang aufgebaut; für die kommenden Monate und Jahre planen Huisken und sein Team mehrere Dutzend Flamingo-Mikroskope zu bauen. Der Name des Mikroskops leitet sich von der Basisversion des Mikroskops ab, dessen Form an den auf einem Bein stehenden Vogel erinnert.

Lichtblattmikroskopie

Bei der Lichtblattmikroskopie, englisch „Light Sheet Fluorescence Microscopy“ (LSFM), werden Beleuchtungs- und Beobachtungsstrahlengang auf zwei Optiksysteme verteilt, die einen Winkel von 90° zueinander bilden. Ein Laserstrahl wird so fokussiert, dass sich eine Lichtscheibe bildet, die eine dünne Ebene in der Probe ausleuchtet. Das dort emittierte Fluoreszenzlicht wird vom Objektiv erfasst und detektiert. „LSFM ist eine sehr leistungsstarke und flexible Plattform für die schonende In-vivo-Bildgebung mit geringer Phototoxizität und schneller Bildaufnahme“, fasst Jan Huisken die Vorteile der Technologie zusammen. Die schonende „Behandlung“ der Probe prädestiniert die LSFM dafür, lebende Organismen zu untersuchen.

Für eine detallierte Beschreibung besuchen Sie den entsprechenden >> Blogpost unter https://www.physikinstrumente.com/en/pi-blog/.

Über das Huisken Forschungslabor am Morgridge Institute for Research

Das Huisken Forschungslabor entwickelt maßgeschneiderte Lichtmikroskope, um die Morphogenese und Funktion in lebenden Organismen nicht-invasiv zu untersuchen. Das Morgridge Institute for Research ist ein unabhängiges biomedizinisches Institut, das wissenschaftliches Neuland erkundet, um die Heilmittel von morgen zu entdecken.

Veröffentlicht am: 19. September 2019
Kategorie: Produktionstechnik