30.11.2011 | Ausführliche Infos zur Firma Bundesverband WindEnergie e.V.
Der Netzausbau ist die Achillesverse der Energiewende. Ihr Gelingen hängt entscheidend davon ab, ob die Netze fit für die Einspeisung und den Transport Erneuerbaren Stroms sind. Für die Höchstspannungsnetze hatte die Netzausbaustudie dena II einen Neubaubedarf von bis zu 3600 km Höchstspannungsstromtrasse ermittelt. Gänzlich unberücksichtigt blieb in dena II die Ertüchtigung vorhandener Leitungen durch den Einsatz moderner Hochtemperaturleiter (HTLS), die die doppelte Strommenge transportieren können. Dadurch könnte der Neubaubedarf von Stromtrassen erheblich reduziert werden. Eine heute veröffentlichte Studie der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH Aachen) hat sich dieses Themas angenommen und die Wirtschaftlichkeit des Einsatzes von Hochtemperaturleitern untersucht. Die Studie kommt zu dem Schluss: Die Ertüchtigung vorhandener Trassen mittels Hochtemperaturseilen kann eine wirtschaftliche Alternative zum Trassenersatz durch Leiter größeren Querschnitts darstellen. "Diese moderne Technologie versetzt uns in die Lage, den Netzausbau zu beschleunigen. So müssen wir nicht in ein zeitintensives Planfestellungsverfahren gehen. Außerdem entschärft die Ertüchtigung bereits vorhandener Trassen auch die Akzeptanzfrage, die sich uns beim Bau neuer Trassen immer stellt", begrüßt der Präsident des Bundesverbandes WindEnergie e.V. (BWE), Hermann Albers, die Ergebnisse der RWTH-Studie.
"Die Studie", so Albers weiter "zeigt außerdem, dass dena II nicht der Weisheit letzter Schluss ist, sondern dass neue Technologien in der Netzausbauplanung stärker berücksichtigt werden müssen. Das Bundeswirtschaftsministerium wird an der Nutzung dieser Technologien nicht vorbeikommen, denn die Gesetzgebungsverfahren zur Beschleunigung des Bundesnetzausbaus zeigen noch keine Erfolge".
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