
CityServer3D
Dreidimensionale Geodaten, wie etwa Stadtmodelle, auf einfache Art zu speichern, zu bearbeiten und anzuzeigen war das Ziel des Forschungsprojekts CityServer3D.
Jetzt ist aus dem Projekt ein marktfähiges Produkt entstanden, das vielseitig einsetzbar ist und beispielsweise Stadtplanern die Arbeit wesentlich erleichtert.
Der CityServer3D ermöglicht es, dreidimensionale Geodaten aus unterschiedlichen Quellen wie CAD-Systemen oder aus dem Katasterwesen automatisiert einzulesen, in einer Datenbank abzulegen, miteinander zu kombinieren und zu verarbeiten. Dies gestattet zum Beispiel einen Abgleich zwischen vorhandenen 2-D-Daten und neu hinzukommenden 3-D-Daten, die bisher in verschiedenen Systemen vorgehalten wurden und nicht verknüpfbar waren.
Aus diesen kombinierten Daten können die Planer dann automatisch räumliche Stadt- oder Gebäudemodelle generieren, realistische Schattenwürfe simulieren und Lärmanalysen durchführen. Zudem können sie interaktiv durch die Modelle navigieren.
Dazu sind keine aufwändigen Systemanpassungen notwendig.
Der CityServer3D lässt sich problemlos in beliebige vorhandene CAD-Systeme oder Software-Umgebungen einbetten. Die entsprechenden Daten werden automatisch an den CityServer3D übertragen.
Die Visualisierung erfolgt über Standard-Internet-Browser.
Selbst auf einem internetfähigen Mobiltelefon können die dreidimensionalen Modelle weltweit verfügbar gemacht werden.
Die interaktive Visualisierung auf mobilen Endgeräten macht den CityServer3D auch für die Tourismusbranche interessant.
So können beispielsweise individuelle Städtetouren auf dem Mobiltelefon realisiert werden.
Das Forschungsprojekt wurde zu einem marktfähigen Produkt weiterentwickelt.
Seit April 2006 können Unternehmen die Verwertungsrechte für den 3-D-Geodatenserver erwerben und das System nutzen. ...
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Mobile Chase
Produktbeschreibung Mobile Chase
In sogenannten ortsbasierten Spielen verschmilzt die reale Welt mit der virtuellen und bietet den Spielern so neue Erlebnisse und Erfahrungen, Spielelemente wie Aufgaben und Regeln werden mit realen Orten verknüpft und lassen somit die reale Welt zum Spielbrett werden. Betrachtet man das Konzept der ortsbasierten Spiele genauer, stellt man fest, dass es in den Spielen immer wiederkehrende Elemente – wie beispielsweise Spieler, deren Position und deren Ziele – gibt, die sich in Abhängigkeit vom Spiel nur in ihrer Ausgestaltung unterscheiden.
Basierend auf dieser Erkenntnis wurde von Wissenschaftlern der Abteilung Graphische Informationssysteme des Fraunhofer IGD eine Plattform für ortsbasierte Spiele entwickelt, die Spieleentwicklern die Arbeit erleichtert. In dieser Plattform sind die Standard-Elemente bereits in ihren Grundzügen angelegt und müssen nur noch auf das jeweilige Spiel angepasst werden. Weiterhin erlaubt die Plattform den unkomplizierten Austausch von verschiedenen Positionierungs-, Identifizierungs- und Visualisierungskomponenten für verschiedene Endgerätetypen und –modelle, so dass die entstehenden Spiele auf einer breiten Palette von Mobiltelefonen zum Einsatz kommen können. Auch Mechanismen zur Positionierung der Spieler sowie verschiedene Möglichkeiten zur Kommunikation zwischen den Spielern sind bereits vorhanden.
Basierend auf der Plattform können ortsbasierte Spiele sehr viel schneller und einfacher entwickelt werden. Angesprochen werden sollen mit der Plattform vor allem Entwickler, die ihre Spiele durch diese Vorarbeit sehr viel schneller und kostengünstiger erstellen können. Aber auch Hersteller von Navigationssystemen können von der Plattform profitieren und Teile der Plattform, wie innovative Kartendarstellungen oder eingesetzte Lokalisierungsverfahren, einfach und schnell auf ihre Bedürfnisse anpassen.
Als erste Spiel auf Basis der Plattform haben die Wissenschaftler Mobile Chase entwickelt und damit die altbekannte Schnitzeljagd ins elektronische Zeitalter katapultiert. Wie bei der klassischen Schnitzeljagd gibt es zwei Teams: Herausforderer und Verfolger. Anstatt mit Kreidepfeilen Stellen, die einen Richtungswechsel anzeigen, zu markieren, nehmen die Herausforderer diese Punkte mit der Handykamera auf. Die Bilder werden dann über GPS mit einer räumlichen Koordinate versehen und an den Spieleserver verschickt. Die Verfolger haben nun die Aufgabe, die Herausforderer einzuholen. Als Hilfsmittel erhalten sie auf ihrem Mobiltelefon ein 3-D-Spielfeld angezeigt, auf dem die Fotografien der Herausforderer lagerichtig angezeigt werden. Sind die Verfolger nahe genug an die Herausforderer herangerückt, können sie diese über Bluetooth virtuell einfangen und haben das Spiel gewonnen. ...
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SketchAR- Kollaboratives 3D-Modelling und Design
Die Technologie der Virtual bzw. Augmented-Reality (AR) ist Basis zahlreicher Anwendungen aus dem Fraunhofer IGD: Mit dem System SketchAR können z.B. Designer im Automobilbau statt auf Papier ihre neuen Modelle direkt im virtuellen Raum als auch in der erweiterten Realität zeichnen. Obwohl Virtuelle Realität in der Produktentwicklung viele physikalische Prototypen bereits ersetzt hat, wird es diese nicht gänzlich verdrängen können. Folglich werden Techniken benötigt, um auch physikalische Prototypen mit computergenerierten Infomationen anzureichern. So z.B. um in Design-Review-Sessions physikalische Prototypen mit Annotationen zu versehen, um den Diskussionsstand zu dokumentieren oder sogar mit skizzenhafter Information zu bereichern, um vorgeschlagene Änderungen in Form von Kurven und Flächen ‚über` das Modell zu skizzieren und damit allen Beteiligten sichtbar zu machen. Zu diesem Zweck wird ein Computer Aided Styling System benötigt, das die direkte drei-dimensionale Eingabe und Augmented Reality (AR) unterstützt. Mit Hilfe eines Kamera-basierten optischen Trackingystems, einer Datenbrille sowie entsprechenden Eingabegeräten (Cyber-Stilo) erfolgt die Darstellung des 3D-Modells auf einem sogenannten 'Virtual Table' (Rückprojektionssystem), wobei die Daten kontinuierlich mit dem Basis-CAD-Modell abgeglichen werden. Das System kann Freiformflächen interaktiv generieren und vermittelt dem Benutzer so bereits während des Zeichnens einen Eindruck des modifizierten 3D-Objekts. Ziel derartiger Anwendungen ist es unter anderem, die Entwicklung virtueller Prototypen zu verkürzen. ...
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