„Gemeinsam auf dem Weg zur Spedition 4.0”

Stark individualisierte Telematik-App mit „flexiblen Workflows“ und „Guided Navigation“ für die L.I.T. Speditions GmbH / AIS-Mobile löst bestehende Telematik-Lösung beim Anwender ab

Die Fahrer finden sich meist leicht in die Arbeit mit der AIS-Telematik ein. Um eine optimale Nutzung zu gewährleisten, schult die L.I.T. dennoch ihre Mitarbeiter. Bild: AIS GmbH

Die Fahrer finden sich meist leicht in die Arbeit mit der AIS-Telematik ein. Um eine optimale Nutzung zu gewährleisten, schult die L.I.T. dennoch ihre Mitarbeiter. Bild: AIS GmbH

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Anforderungsprofil

Brake, Dezember 2016 (pkl). Eine App um Subunternehmer einzubinden - mit genauer Positionsbestimmung, Auftragsübermittlung und als Kommunikationsmittel. Die Anforderungen der L.I.T. Speditions GmbH an die gesuchte Telematik-Lösung waren klar definiert und entsprachen einer abgespeckten“ Version des bereits verwendeten Telematik- Systems. Da diese Vorstellungen keinesfalls exotisch waren, fanden sich auch schnell diverse potenzielle Telematik-Anbieter. Ein Augenmerk der L.I.T. grenzte die Auswahl jedoch ein: Die Gewissheit, dass die Anforderungen mit der Zeit wachsen würden und der Anbieter die eigene Lösung individuell weiterentwickeln können muss.

Carsten Wachtendorf, Leitung des Bereichs Prozess- und Projektmanagement bei der L.I.T. Speditions GmbH, begann die Suche nach einer Telematik-App im Jahr 2014. Einfach sollte sie sein und lediglich die festfahrenden Sub-Unternehmer mit Positionsbestimmung und digitaler Auftragsübermittlung besser in die Prozesse der L.I.T. einbinden. Besonders wichtig war es zudem, die Kommunikationswege zu verkürzen und somit dort Zeit zu sparen. „In der Regel verlief der Kontakt zuvor noch über den jeweiligen Unternehmer, welcher dann wiederum seine Fahrer ansprach.“ Ein unnötig zeitraubender Prozess, aber anno 2014 alles andere als eine unlösbare Aufgabe. Somit fand Carsten Wachtendorf den Weg zu fünf Telematik-Anbietern, mit denen es zu intensiveren Gesprächen kam. Das erste Kriterium, welches diese Auswahl weiter einschränkte, war die Abhängigkeit der Telematik- Lösung von spezifischer Hardware.

„Ich wollte nicht, dass eine spezielle Hardware zuzulegen ist, sondern die App auf jedem Android-Gerät läuft“, stellt Wachtendorf klar und schränkte die Auswahl auf nur noch drei infrage kommende Anbieter ein.

Mehr als eine Standard-Lösung

Der nächste entscheidende Faktor war die Flexibilität der Lösung und des Anbieters. Die Grundanforderungen waren zwar absolut marktübliche Funktionen, doch bei der L.I.T dachte man bereits voraus. Carsten Wachtendorf beschreibt sein Kriterium heute als

„Bereitschaft, den Weg zur Spedition 4.0 zu gehen“. Es war also klar, dass das System stetig weiterentwickelt werden sollte. Die Entscheidung zur AIS GmbH traf Wachtendorf nach eigener Aussage „ein bisschen aufgrund eines Bauchgefühls.“ Zudem sah er beim

Ulmer Telematik-Spezialisten eine besonders hohe Kompetenz in Bezug auf die Transparenz, welche AIS mit ihren Lösungen zwischen den Prozessbeteiligten schafft.

Den Zuschlag erhielt die AIS GmbH im März 2015 und startete sogleich den Rollout der Lösung, um die Prozesse zu optimieren.

Besonders erinnert sich Wachtendorf hier an die typischen Telefongespräche, die abzuschaffen waren. Fragen wie „Wo bist du gerade?“ oder „Bist du schon an der Laderampe?/Bist du schon entladen?“. Echtzeitdaten zur Position der Fahrzeuge sind seit Jahren Branchenstandard und haben in

keiner Weise an Wert verloren. Bei der bestehenden Telematik- Lösung der L.I.T. im eigenen Fuhrpark waren Diese auch bereits jederzeit zugänglich. Mit AIS-Mobile musste die L.I.T. auch bei Subunternehmern nicht mehr darauf verzichten. Die Funktionen der Lösung reichen aber noch wesentlich

weiter.

Die Sache mit den Worklflows

Carsten Wachtendorf möchte nicht alle Möglichkeiten der AIS-Telematik verraten, um den Wettbewerbsvorsprung gegenüber der Konkurrenz zu behalten. Er nennt mit dem „Behälter-Workflow“ jedoch ein konkretes Beispiel. Dieser sorgt dafür, dass die App bei Auftragserteilung erkennt, dass es sich beispielsweise um einen Palettentransport handelt und den Prozess in der App dahingehend anpasst. So wird der Fahrer dann speziell nach Anzahl und Status der Paletten gefragt, oder ob welche davon getauscht wurden. Der Behälter-Workflow zählt zu den „flexiblen Workflows“ – und genau diese sind eines der Aushängeschilder der AIS-Telematik. Sie bezeichnen die Digitalisierung und Vernetzung ganz unterschiedlicher Arbeitsroutinen und somit eine exakte Individualisierung der Prozesse - nicht nur auf eine Branche bezogen, sondern speziell auf das jeweilige Anwenderunternehmen. Hiervon profitiert auch die L.I.T, wie Wachtendorf mit seinem Beispiel verdeutlichen will.

Aktuelles Projekt: ,,Guided Navigation”

Seit bereits drei Jahren arbeitet die L.I.T. mit wechselnden Partnern an der „Guided Navigation“. Ziel dieser Routenführung ist eine flexible und individuelle Navigation anhand „magnetischer Wegmarken“. Bei der Realisierung dieses Projekts liefert die AIS GmbH nun Unterstützung und übernahm sie in die eigene App. Bei einer Route von A nach B setzt der Disponent spezielle Wegmarken, welche der Fahrer passieren soll, um die optimale Strecke zu erreichen. Bekannte Problemzonen im Verkehr können auf diese Art umfahren werden. Natürlich müssen die Punkte dabei nicht auf den Meter genau abgefahren werden, sondern springen, wenn nötig, auf den nächsten Abschnitt um. Für den Fahrer ändert sich bei der Arbeit nichts - er wird lediglich effektiver navigiert.

Ausweitung auf den eigenen Fuhrpark

Im Gegensatz zu den individuellen Entwicklungsarbeiten sahen sich die L.I.T als auch die AIS an anderer Stelle einer großen Aufgabe gegenübergestellt. So sollte das eigene System nicht nur für die Subunternehmer genutzt werden, sondern für den gesamten Fuhrpark der L.I.T..

Ein Mammut-Projekt bei einem Fuhrpark, der 850 Fahrzeuge im internationalen Einsatz umfasst. „Unser Unternehmen wächst stetig und so rechnen wir auch für 2017 bereits mit mehr als den bisherigen 850 Fahrzeugen. Aus technischer Sicht stellt das sowohl für die AIS als auch für uns selbst eine mächtige Herausforderung dar“, beschreibt Wachtendorf.

Die Spedition selbst nutzt Huawei- Tablets als Endgeräte im Fahrzeug. Die Installation der Hardware ist demzufolge simpel und wird von der L.I.T in Eigenregie erledigt. Die Anbindung jedes einzelnen Fahrzeugs erfordert jedoch Fingerspitzengefühl und auch etwas Geduld, sowohl auf Seiten der AIS als auch bei der Spedition. Auch wenn der Einbau schnell erfolgen kann, müssen die Fahrzeuge hierfür aus der Flotte genommen werden. Gerade bei den Einheiten, die ausschließlich außer Landes unterwegs sind, kann es dabei zu Verzögerungen kommen. Dennoch sind aktuell bereits über 500 Fahrzeuge angebunden.

Fokus auf Bedienbarkeit

Der Erfolg von AIS-Mobile zeigt sich nicht nur in der Ausweitung auf den gesamten Fuhrpark, sondern auch in der Arbeit mit der Lösung. Besonders die Fahrer finden sich zumeist leicht in die Arbeit mit der AIS-Telematik ein. Schulungen werden aber trotzdem

mit jedem involvierten Mitarbeiter durchgeführt, um eine sichere Nutzung zu ermöglichen. „Jeder Fahrer hat natürlich einen eigenen Ausgangspunkt und findet sich unterschiedlich leicht ein. Eine Schulung ist daher zwingend nötig, denn das System geht nur dann auf, wenn der Fahrer es gut bedient“, so Wachtendorf. Die wichtigste Anforderung bei der Gestaltung der Lösung war daher: „So einfach wie möglich.“ Daran

hielt sich die AIS in enger Absprache mit ihrem Kunden.

Fazit

„Von allen Beteiligten in diesem Großprojekt steht die AIS vor der größten Herausforderung. Ich bin mir aber sicher, dass sie weiterhin alles hinbekommen werden“, so Wachtendorf und lobt die Zusammenarbeit mit dem Team der AIS GmbH. In zwei Monaten sollen auch die restlichen Fahrzeuge im Fuhrpark der L.I.T. mit der AIS-Telematik ausgestattet sein. „Die machen wirklich einen tollen Job“, resümiert

Carsten Wachtendorf.

 

Veröffentlicht am: 17. Juli 2017
Kategorie: Logistik